Ortschronik der Gemeinde Ziltendorf

Georg Stein – Ein Sohn unserer Gemeinde

Das Internet bildet doch ungemein … so erfährt man eben nicht nur das unser Ort jetzt auch eine Telefon-Sex-Agentur beheimatet, sondern man kann dort auch etwas in Erfahrung bringen über berühmte Persönlichkeiten aus der Geschichte Ziltendorfs, welche im Lauf der Jahre jedoch wohl schon etwas in Vergessenheit gerieten. So fand ich nun nachfolgenden kurzen Artikel über Georg Hermann Wilhelm Stein, geboren 1897 in Ziltendorf auf einer Webseite aus den Niederlanden, wo man unter der Kurzbiografie Folgendes lesen kann.: Sekundarschullehrer, selbst unterrichtet in Naturwissenschaften, besonders interessiert an Zoologie und Geologie. Er begab sich in den östlichen Teil des malaysischen Archipels, leider waren seine Tagebücher während der Kriegsjahre verloren gegangen und seine Darstellung nie beendet. Er legte ebenfalls botanische Sammlungen an; einige Pflanzen wurden nach ihm benannt.

Das machte mich natürlich neugierig und so durchforschte ich die Kirchenbücher und das Internet auf der Suche nach weiteren Angaben zu dem berühmten Naturforscher, welcher hier in unserer Gemeinde am Ende des 19. Jahrhunderts das Licht der Welt erblickte.

Zur Person:

Georg Hermann Wilhelm Stein wurde am 7.April 1897 als Sohn des Briefträgers Karl Stein und seiner Frau Elisabeth (geb. Malunat) geboren, welche in der Siedlerstraße unseres Ortes wohnhaft waren.

Wahrscheinlich haben die meisten von uns, welche schon einmal im Museum für Naturkunde in Berlin waren, unbewusst die Stücke betrachtet welche Georg Stein von seiner Forschungsreise nach Niederländisch-Ostindien (heute Papua-Neuguinea) am Beginn der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mitbrachte. Einige dieser Stücke möchte ich hier einmal abbilden und denke, dass man bei nächsten Museumsbesuch diese dann etwas genauer betrachtet – unter dem Gesichtspunkt, dass sie von einem Ziltendorfer stammen.

Museum für Naturkunde, Berlin Deutsche Orthopteren Sammlungen (DORSA)

Camelotettix steini Günther, 1938, det. K. Günther; syntype
individuals: female
collector: G. Stein, 1931
locality: Indonesia, Irian Jaya, Nordwest Neu Guinea, Weyland-Gebirge, 1500m
remark: labeled Cotypus
pictures:

 

 

 

 

 

Camelotettix steini Günther, 1938, det. K. Günther; syntype
individuals: male
collector: G. Stein, 1931
locality: Indonesia, Irian Jaya, Nordwest Neu Guinea, Weyland-Gebirge, 1500m
remark: labeled Cotypus
pictures:

 

 

 

 

 

Staatliche Naturhistorische Sammlung Dresden, Museum für Tierkunde Deutsche Orthopteren Sammlungen (DORSA)

Camelotettix steini Günther, 1938, det. K. Günther; syntype
individuals: female
collector: G. Stein, 1931
locality: Indonesia, Irian Jaya, Nordwest Neu Guinea, Weyland-Gebirge, 1500m
remark: labeled Cotypus
pictures:

 

 

 

 

 

Clara-Stachelnasenbeutler (Echmypera clara STEIN, 1932)
ZOO-ZMB 44230

Bereich Säugetiere

Museumsmaterial: trockenes Präparat
Der Clara-Stachelnasenbeutler wurde erstmals von Georg H.W. Stein während seiner Expedition auf Papua-Neuguinea entdeckt. Stein benannte die neue Art nach seiner Frau Clara, die ihn auf dieser Expedition begleitete. Über die Lebensweise des Stachelnasenbeutlers ist bis heute wenig bekannt. Er scheint ein nachtaktiver Einzelgänger zu sein, der sich von Früchten, Blättern und Insekten ernährt.

 

Dickkopfvogel, Pitohui dichrous Weylandgebirge, Papua-Neuguinea, Expedition G. Stein, 1931 Leihgabe: Museum für Naturkunde Berlin. Foto: M. Hoffmann

Pithuis – Giftvögel

Pithuis, Giftvögel, Familie: Pachycephalidae – Dickkopfvögel

Mit der Meldung über Vögel auf Neuguinea, die giftig seien, stieß der Ornithologe John Dumbacher 1988 zunächst in der Fachwelt auf Unglauben. Bei der Beringung der Vögel verätzte sich der Zoologe die Hände. Inzwischen wurde das Gift dieser Vögel näher untersucht. Es handelt sich um Homobatracho-Toxin, das dem Gift der Pfeilgiftfrösche erstaunlich ähnlich ist. Das Gift fand man in der Haut, im Blut, im Magen, im Darm und der Leber der untersuchten Vögel. Beim Menschen verursacht das Gift starke Reaktionen auf der Haut. Bisher fand man es in vier Arten der Dickköpfe. Nach Aussagen der Einheimischen gibt es noch mehr Giftvögel, die der Wissenschaft allerdings noch unbekannt sind. Welchen Zweck das Gift hat, ist bisher noch nicht geklärt. Es wird vermutet, dass damit auf Vögel spezialisierte Parasiten abgetötet werden sollen.

 

 

Dickkopfvogel, Pitohui ferrugineus Wauggar, Papua-Neuguinea, Expedition G. Stein, 1931 Leihgabe: Museum für Naturkunde Berlin. Foto: M. Hoffmann

Den kompletten Reisebericht “Eine Forschungsreise nach Niederländisch-Ostindien” von Georg Stein kann man hier in der Originalausgabe des Journal für Ornithologie (81.Jahrgang, No.2, April 1933) nachlesen.

Reisebericht im PDF-Format

_webmaster-ziltendorf.com

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