ZILTENDORF – gestern & heute

Ortschronik der Gemeinde Ziltendorf

700 Jahre Ziltendorf – das Festwochenende

Am heutigen Nachmittag wurde mit einem musikalischen Frühschoppen, welcher seit 10 Uhr die notorisch Durstigen einlud die letzten Fässer zu leeren, das Festwochenende zum 700-jährigen Bestehen unseres Ortes beendet.
700 Jahre ZiltendorfDieses begann am Freitagnachmittag mit einem Festgottesdienst unter Leitung unseres Pfarrers Herrn Mathias Wohlfahrt, im Festzelt auf dem ehemaligen Sportplatz an der Schule. Nach den Eröffnungsansprachen des Amtsdirektors Danny Busse und Ziltendorf‘s Bürgermeister Danny Langhagel wandte sich Generalsuperintendent Martin Herche aus Görlitz in seinem Grußwort an die zahlreich erschienenen Gäste. Ebenso kamen die Kirchenältesten der Gemeinde Ziltendorf Herr Günter Lehmann und aus Wiesenau Frau Margitta Kanzler zu Wort. Herr Udo Schwieg lud ein zur Besichtigung der Ortschronik, welche in einem bescheidenen Umfang in einem Klassenraum der Schule ihren Ausstellungsplatz fand. In einem anschließenden kleinen Kulturprogramm unterhielten der Kirchenchor, der Ziltendorfer Kinderchor, sowie ein Chor aus dem polnischen Bentschen die Zuhörer. Trotz hoher Temperaturen im Zelt selbst, geschuldet den Rekordtemperaturen des Spätsommers, war man bei guter Stimmung.
Der Tagesbeginn des Samtags ließ zunächst gegen 6 Uhr in der Frühe nichts Gutes für den geplanten Festumzug vermuten. Aus einem wolkenverhangenen Himmel schickte uns Petrus ein paar vereinzelte Tröpfchen. Gegen 8 Uhr 30 klarte es dann aber so langsam auf und so stand einem Gelingen der Hauptveranstaltung nichts mehr im Wege. So konnte dann pünktlich um 9 Uhr der Traditionsspielmannszug des EKO zu seinem „Weckruf“ starten. Dieser war, entgegen aller Annahmen, jedoch nur auf den kleinsten Ortskern begrenzt um die Füße für den großen Umzug zu schonen.
Der sich im Gewerbegebiet versammelnde Tross der Umzugswagen startete dann pünktlich um 11 Uhr zu seinem Umzug durchs Dorf. Durch die von zahlreichen Schaulustigen gesäumten Straßen ging es durch die Frankfurter Straße, Müllroser Str., Oderstraße, Kirchstraße vorbei am Ev. Gemeindezentrum, Bergstraße, zurück in die Wiesenauer Str., Uferstraße, Oderstraße, Gubener Str., und dann vom Klosterweg auf das Festgelände an der Schule. Hier wurde jeder Teil des Festumzuges im Detail vom Festredener Stefan Lehmann den Zuschauern vorgestellt bevor die Wagen sich auf dem Sportplatz versammelten.
Danach konnten alle Ziltendorfer und deren Gäste bei zahlreichen kulturellen und kulinarischen Angeboten dem Festgeschehen nachgehen. So gab es u.a. für die Jüngsten eine kleine Eisenbahn auf dem Schulhof, Ponyreiten, sowie Hüpfburg und Kinderanimation auf dem Vorgelände, wo auch Stände für die Erwachsenen aufgebaut waren. So fand man hier z.B. einen Stand der Ziltendorfer Imker, an welchem Herr Reimer Schapke selbsterzeugten Honig verkaufte und gerne auf Fragen der Besucher Antwort gab ebenso wie einen Tattoo-Anbieter und einen Stand des Fördervereins Schlaubemündung-Odertal. Von der Auffahrt zur Schule startete der „Oder-Neiße-Express”, die bekannte grüne Bimmelbahn von Michael Sturm aus Wellmitz, zu Ausfahrten. Im Festzelt konnte man diversen Kulturdarbietungen folgen wie einem Auftritt der Trachtenkinder unter Leitung von Frau Cordula Bahro oder einem bunten deutsch-polnischen Bühnenprogramm mit Musik, Sport & Tanz. Auf dem doch recht staubigen Sportplatz fanden sich diverse Imbiss- und Getränkestände an welche man, zumindest innerlich, den Staub wieder herunterspülen konnte. Nach abendlichen Musikveranstaltungen endete der Tag um 23 Uhr mit einem großen Feuerwerk.
Trotz einigen Problemen und Verzögerungen in der Planung kann man doch rückblickend von einem relativ gelungenen Dorffest sprechen. Die musikalischen Abendveranstaltungen waren schön und laut, jedoch mehr laut als schön. Hätte man hier, wie auch die meisten Gemeinden unseres Landes bei solch einem Jubiläum, auf einen preiswerten Star der Schlagerzunft zurückgegriffen, so wäre man wohl besser beraten gewesen. Für auswärtige Besucher war es wohl auch sinnvoll, dass diverse Banner auf das Thema des Festes hinwiesen, denn der relativ hohe Anteil an polnischen Programmteilen ließ doch eher vermuten es wäre Teil 2 des deutsch-polnischen Sommerfestes 2016, aber dies war wohl der verordneten Planung der Amtsverwaltung mit ihrer Dreifaltigkeit Busse-Kaczmarek-Langhagel geschuldet. Hier würde man sich für die Zukunft doch wieder mehr Eigenständigkeit für unseren Heimatort und seine Kultur wünschen.
…aber weiß man was noch kommen möge – vielleicht verbeugen wir uns schon zum nächsten Jubiläum in 25 Jahren drei mal gen Mekka bevor wir dann bei Fladenbrot und Tee sitzen?

In den kommenden Tagen und Wochen entsteht eine DVD/BD zu den Ereignissen der Festveranstaltung (Festgottesdienst, Umzug, etc.). Vor allem Jene, welche nicht den Festlichkeiten beiwohnen konnten, haben so die Möglichkeit die Ereignisse nochmal Revue passieren zu können. Die Preise werden sich äquivalent zur Ziltendorf-DVD/BD gestalten.
Es wird hierzu um Vorbestellungen gebeten, welche Sie bitte telefonisch (AB) unter 033653/18184, per Kontaktformular, oder schriftlich (Briefkasteneinwurf in der Bahnhofstr. 10) an mich übermitteln.

Bericht & Fotos: _webmaster

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